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Kreisgruppe Bielefeld

BUND fordert einen besseren Baumschutz für Bielefeld

09. Oktober 2019

Öffentliche Anhörung zu einer Baumschutzsatzung am Mittwoch, 30. Oktober 2019

Älterer, schützenswerter Laubbaum in einem Garten in Bielefeld.  (Adalbert Niemeyer-Lüllwitz)

Zusammen mit den anderen Naturschutz- und Umweltverbänden sowie weiteren Initiativen und politischen Parteien setzt sich der BUND für einen besseren Baumschutz in Bielefeld ein. Für eine Baumschutzsatzung wurden im letzten Jahr 2813 Unterschriften gesammelt und dem Oberbürgermeister übergeben. Jetzt lädt die Stadt Bielefeld zu einer öffentlichen Anhörung am 30.10. 2019, 17:30 Uhr ins Historische Museum ein. Vertreter der Städte Kassel, Münster und Gütersloh werden über Erfahrungen mit dem Baumschutz in ihren Städten berichten. Das Umweltamt trägt Daten und Einschätzungen für Bielefeld vor. An einem Podiumsgespräch beteiligen sich Vertreter der Naturschutzverbände und der Verein Haus und Grund. Für die Naturschutzverbände wird Adalbert Niemeyer-Lüllwitz (BUND Bielefeld) teilnehmen.

Der BUND Bielefeld unterstützt die Initiative, mit einer Baumschutzsatzung einen besseren Schutz für unsere Bielefelder Bäume zu erreichen. In den letzten Jahren hat es zu viele, aus unserer Sicht absolut unbegründete, Fällungen gegeben. Ersatzpflanzungen fanden in den meisten Fällen nicht statt.

Bäume sind wahre Alleskönner. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft, spenden Schatten, wandeln das Treibhausgas CO2 in Sauerstoff um, schlucken Lärm, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und kühlen die Umgebung, speichern Wasser, stellen Wohnraum für Insekten und Vögel – und nicht zuletzt gestalten sie das Stadtbild auf unersetzbare Weise. Viele ältere, ökologisch wertvolle Bäume prägen Parks und Grünanlagen, aber auch viele private Gärten. Besonders in Zeiten des Klimawandels wächst die Bedeutung der Stadtbäume für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen. Dass wertvolle Bäume auch auf Privatgrundstücken künftig besser geschützt werden, ist aus Sicht des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes dringend geboten. Eine Baumschutzsatzung kann dazu beitragen.

Dass alte, wertvolle Bäume auch auf Privatgrundstücken grundsätzlich geschützt und nur bei Vorliegen zwingender, vernünftiger Gründe gefällt werden dürfen, sollte in Anbetracht ihrer Wohlfahrtsleistungen für die Allgemeinheit eine Selbstverständlichkeit sein. Wer das Glück hat, einen eigenen Garten mit einem noch alten Baum nutzen zu können, sollte sich glücklich schätzen, mit dem Erhalt dieses Baumes zur eigenen und der allgemeinen Lebensqualität in der Stadt beitragen zu können. Dass ein solcher schützenswerter Baum auch einen Schutzstatus erhält, hat deshalb nichts mit Bevormundung zu tun, den „Eigentum verpflichtet, sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“ sagt schon unser Grundgesetz.

Bielefeld hatte seit 1977 eine Baumschutzsatzung. Diese wurde 2002 von der bürgerlich-konservativen Mehrheit im Stadtrat außer Kraft gesetzt. Seit 2009 gibt es zumindest wieder eine Baumerhaltungsrichtlinie (BER), die die Stadt Bielefeld und ihre kommunalen Betriebe unterzeichnet haben. Allerdings ist das nur eine Richtlinie und keine Verpflichtung. Der Erhalt unseres Baumbestandes ist eine wichtige Aufgabe, die alle Bielefelder angeht. Deshalb setzen wir uns für die Wiedereinführung der Baumschutzsatzung ein!

Die Initiative für eine Baumschutzsatzung in Bielefeld wird getragen von:  Buchladen Eulenspiegel | BUND Bielefeld | Bürgerinitiative Bürgerwache e.V. | B´90/Die GRÜNEN Bielefeld | Fairtrademerch | grüne hochschulgruppe*offene liste | Initiative gegen die B66n | DIE LINKE. Bielefeld | NABU Bielefeld e.V. | Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgebung e.V. | Obst-Arboretum Olderdissen | pro grün | Runder Tisch URBAN GARDENING Bielefeld | step outside / Redaktionsbüro für Garten & Natur | Transition Town Bielefeld | Wählergemeinschaft Bürgernähe

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