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BUND-Tipp für artenreiche Wildblumenwiesen: Im Herbst kann gesät werden

24. Oktober 2026 | BUND, Gärten, Lebensräume, Naturschutz

Die Grundlage für eine artenreiche Wildblumenwiese im nächsten Jahr jetzt legen - Tipps der BUND-Kreisgruppe Herford

Artenreiche Wildblumenwiese. Foto: BUND Herford

Herford, 23.10.2026 | Der Herbst bietet nicht nur die optimalen Bedingungen für das Pflanzen von Bäumen, Hecken, Sträuchern und Stauden, sondern auch für das Aussäen von Wildblumen. Wer sich im nächsten Jahr an einer tollen Wildblumenwiese erfreuen möchte, kann jetzt anfangen, seinen Garten darauf vorzubereiten. Bei Interesse gibt es hier nicht nur die wichtigsten Informationen dazu, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) verschenkt auch die passenden Wildblumensamen. 

Viele Wildpflanzen sind Kaltkeimer oder benötigen das herbstlich feuchte Wetter, um im nächsten Jahr gut auszutreiben. Besonders in den ersten Wochen nach der Aussaat ist es wichtig, dass der Boden niemals komplett austrocknet. Im Hochsommer ist das Aussäen von Wildblumen daher mit einem deutlich höheren Bewässerungsaufwand verbunden und nicht empfehlenswert.

Neben der Bewässerung muss aber auch der Nährstoffgehalt des Bodens beachtet werden. Für eine klassische Blumenwiese sind die meisten Gartenböden zu nährstoffreich. Der fette Boden fördert das Wachstum von Gräsern, welche dann die Wildblumen verdrängen. Eine artenreiche Magerwiese benötigt also einen nährstoffarmen Untergrund.

Um den Boden auf die Wildblumen vorzubereiten, sollten Sie die Rasenflächen mehrmals tief mähen und den Grünschnitt entfernen. Außerdem können Sie ungewaschenen Grubensand oder feinen Kies in die oberste Erdschicht einarbeiten, um die Bodenstruktur abzumagern. Bei extrem nährstoffreichen Flächen kann es helfen, die oberste, dunkle Humusschicht komplett abzutragen, um direkt auf dem mageren Unterboden zu starten.

Nachdem der Boden vorbereitet ist, kann die Aussaat beginnen. Die Wildblumensamen brauchen direkten Kontakt zum Boden, damit sie austreiben können. Ein einfaches Ausstreuen der Wildblumensamen auf einer Rasenfläche bleibt in der Regel erfolglos, weil die Grasnarbe den Bodenkontakt verhindert. Daher sollte die Grasnarbe vor dem Säen abgetragen oder untergraben werden. 

Weil viele Saatgutmischungen sehr feine Samen enthalten, empfiehlt es sich zudem, das Saatgut mit Sand oder Sägemehl etwa im Verhältnis 1:3 zu mischen. Zusammen mit dem Kreuzgang, bei dem die Mischung einmal längs und einmal quer über der Fläche ausgestreut wird, fördert das die gleichmäßige Verteilung der Samen.

Die meisten Wildblumen sind Lichtkeimer, dürfen also nicht mit Erde bedeckt werden. Um trotzdem den nötigen Kontakt zum Bodenwasser herzustellen, sollten die Samen mit einer Walze oder einem Trittbrett fest an den Boden gedrückt werden.

Für eine langlebige und artenreiche Wildblumenwiese ist die Qualität des Saatgutes entscheidend. Mittlerweile gibt es viele Händler, die regionales Saatgut von heimischen Blühwiesenpflanzen anbieten. Trotzdem ist die Qualität des Saatguts oft eher schlecht.

Wer Interesse an Blumensamen hat, kann sich gerne per Mail beim BUND Herford melden. Der BUND verschenkt bis zu 5 g hochwertiges, regionales Saatgut (für eine Fläche von 1 m² benötigt man etwa 1g) an alle Interessenten.

E-Mail: bund-herford(at)web.de

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