Acht Bielefelder Bäume weisen sich jetzt mit Schildern als Zwitscherbäume aus

Jubiläumsaktion des BUND startet am 28. Februar 2014 – Bäume als Zeitzeugen zwitschern in Facebook und Twitter

Bielefeld. Acht ehrwürdige Bielefelder Bäume, darunter die Blutbuche auf dem alten Friedhof Jahnplatz, tragen jetzt ein Namensschild, das sie als „Zwitscherbäume“ ausweist. Sie sind die Stars des Jubiläumsprojektes der Stadt Bielefeld, das der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Bielefeld veranstaltet. Grundidee: Die Bäume erzählen als Zeitzeugen Geschichten aus der Bielefelder Stadtgeschichte – und zwar ganz modern, via Internet, Facebook und Twitter. Ein QR-Code auf den Schildern schickt Smartphone-Besitzer direkt auf die passende Webseite.

Das Konzept für das Projekt entwickelten Uwe Gagelmann, Geschäftsführer der Bielefelder Digital-Agentur „montale“, und Jens Jürgen Korff, Werbetexter und aktiver Baumschützer beim BUND Bielefeld. Gagelmann: „Die Idee, den Bäumen als Zeitzeugen im Internet eine Stimme zu geben, schlägt den Bogen von der Natur über die Kultur in das weltoffene 21. Jahrhundert. Die Bäume sind „geborene“ Sympathieträger für sehr viele Menschen.“ Korff: „Als Naturschützer haben wir dabei den Hintergedanken, dass sich die Sympathie für diese acht gut verwurzelten Zeitzeugen auf andere stadtbildprägende Bäume überträgt. Leider werden immer wieder welche gefällt, weil sie den Besitzern lästig werden oder einer Planung im Wege stehen – wie zuletzt die Robinien in der Ravensberger Straße; oder weil sie schlecht gepflegt wurden und deshalb krank geworden sind. So war es bei der schönen Linde auf der Wertherstraße in Höhe Wellensiek. Das ändert sich, je mehr Leute alte Bäume als ehrwürdige Individuen wahrnehmen, die schon ganz viel erlebt haben.“

Am 28. Februar stellen Gagelmann und Korff das Projekt öffentlich vor (um 19 Uhr im Bunker Ulmenwall, „zu Füßen der großen Platane“). Die acht Zwitscherbäume sind: „Raspa“, die Hängebuche im Ravensberger Park; „Blubu“, die Blutbuche auf dem Friedhof Jahnplatz; „Alta“, die Platane auf dem Altstädter Kirchplatz; „Plata“, die große Platane am Niederwall; „Frieli“, die Friedenslinde an der Neustädter Marienkirche; „Kieke“, die Kiekstadt-Esche an der Sparrenburg; „Kuka“, die Kastanie im Kunsthallenpark; und „Bübu“, die Doppel-Hängebuche im Bürgerpark. An sechs Tagen des Jahres sind geführte Wanderungen zu sechs bzw. allen acht Bäumen geplant. Ein Faltblatt mit Tourenplan hilft den Bielefelder Baumfreunden, die Route auch selber zu finden. Es ist in Kürze in der Tourist-Information erhältlich. Unterstützt wird die Aktion vom Bielefelder IT-Kompetenznetzwerk BIKONET und den Unternehmen Cambio Carsharing, Infographik und Salzerfilm. Weitere Unterstützer werden gesucht, um auch Lesungen und Konzerte veranstalten zu können.

Mitmachen:

Das Projekt „Das Zwitschern der Bäume“ ist ein Mitmach-Projekt. Gesucht werden Zeitzeugen, die Geschichten erzählen können, die sie im „Blickfeld“ eines der acht Bäume erlebt haben. Mitmachen kann man

Mit freundlichen Grüßen

Jens  J. Korff M. A.

BUND Bielefeld

Am Ostbahnhof 1, 33607 Bielefeld

Tel. 0521/ 3043 6988

www.bund-bielefeld.de
www.zwitschern-der-bäume.de

 



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