BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


6. Mai 2017

Jahresmitgliederversammlung der BUND-Kreisgruppe Bielefeld am 06.05.2017

Schnatgang // 108 neue Mitglieder // Resolution zum Flächenverbrauch

Bielefeld verliert weiterhin naturnahe Kulturlandschaft – der BUND gewinnt über 100 neue Mitglieder

Bei bestem Frühlingswetter besuchte die BUND-Kreisgruppe Bielefeld am Samstag, den 6. Mai, die Felder und Bauernwäldchen nördlich der Universität: Hier will die Stadt weitere Hochschul- und Gewerbegebäude sowie eine Wohnsiedlung bauen. Zudem soll die Stadtbahn in Vorwegnahme der Baugebiete verlängert werden. Unter der kundigen Führung des Vorsitzenden Dr. Roland Sossinka erfuhr die Gruppe von BUND-Mitgliedern und interessierten Bürgern u.a. Wissenswertes über die Folgen der Intensiv-Landwirtschaft auf der Langen Lage für Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz, und man diskutierte Renaturierungsmöglichkeiten von Babenhauser Bach und Johannisbach. 

Eine Woche vor der NRW-Landtagswahl bekräftigte die „Kreisgruppe Bielefeld“ des Umweltverbandes BUND auf der anschließenden Mitgliederversammlung ihre langjährige Forderung nach einem Stopp des Landschaftsverbrauchs mit einer Resolution an die politischen Gremien Bielefelds.

Im Jahresrückblick erwähnenswert ist vor allem unsere gelungene Palmöl-Aktion, bei der die Aktiven im Sommer 2016 auf dem Jahnplatz aufzeigten, dass Palmöl weltweit in sehr vielen Lebensmitteln, Kosmetika und Reinigungsmitteln steckt, dass aber seine Gewinnung enorm viel Regenwald vernichtet und Kleinbauern vertreibt, obwohl dieses Öl problemlos ersetzt werden könnte. Unsrere Aktivitäten in der Kreisgruppe haben wir nun in einem neuen Werbe-Flyer dargestellt.

Nach den Berichten zur BUND-Arbeit bestätigte die Versammlung den Vorstand im Amt: Jürgen Birtsch, Petra Schepsmeier und Dr. Roland Sossinka werden den Verband mit seinen nunmehr fast 800 Mitgliedern (genau 796 sind es laut BUND-LV NRW) ein weiteres Jahr führen und freuen sich über 108 neue Mitglieder, die die Arbeit und die Ziele des BUND Bielefeld unterstützen wollen.

Neben dem Dauerbrenner, als gesetzlich anerkannter Naturschutzverband Stellungnahmen zu behördlich geplanten Eingriffen in Natur, Landschaft und Wasserhaushalt zu erarbeiten, will der BUND im Sommer am „Fairstival“ der Stadt (15. Juli) den Bürgerinnen und Bürgern den wahren Preis unserer Kleidung vor Augen führen, den allzuoft noch immer die Arbeiter(-innen) und die Umwelt am Produktionsort zahlen.

Für den autofreien Tag „Teuto ohne Auto“ Ende September planen wir wieder einen Infostand. Am 23./24. September werden Mitglieder der BUND-Kreisgruppe in Paderborn an einer Tagung zum geplanten Nationalpark Senne teilnehmen, auf der über die Pflege der Heideflächen mit Großweidetieren beraten wird. Außerdem hat ein Patenschaftsprojekt für die Renaturierung eines Abschnitts des Gellershagener Bachs begonnen.

 

 

6. Mai 2017

Resolution

Resolution
der Mitglieder-Vollversammlung der BUND-Kreisgruppe Bielefeld
vom 06. 05. 2017 zum anhaltenden Flächenverbrauch der Stadt

Der Verbrauch an freier Landschaft muss erheblich verringert werden.

Die Stadt Bielefeld hat momentan 29 Verfahren laufen für Wohnungs-Bebauungspläne  bzw. deren Änderungen. Dabei geht es um fast 85 ha Fläche für ca. 1950 Wohneinheiten bzw. -Plätze. Darüber hinaus existieren 32 aktuelle rechtsverbindliche Bebauungspläne.

Dazu kommt das Vielfache an Versiegelungsfläche für Gewerbegebiete, weil die Stadt die Wünsche von Unternehmen nach Zusatzflächen in der Regel ungebremst erfüllt. In der Folge entsteht voraussichtlich eine Menge an neuen Straßen.


Entsprechend verschwindet landwirtschaftliche Fläche und vermindert sich Erholungsraum für die Bevölkerung. Auch Tier- und Pflanzenarten verschwinden aus Bielefeld, wie z.B. Rebhühner, Kiebitze, Feldlerchen und etliche Schmetterlingsarten.
Es fehlt ein flächensparender Gesamtplan für die Stadt, der den konkurrierenden Bedürfnissen gerecht wird:

•         Statt die besten Ackerböden für raumgreifende Flachbauten anzubieten, sollten Industriebrachen in der Stadt vordringlich genutzt und die Unternehmen zu flächensparender mehrstöckiger Bauweise ermuntert werden.
•         Statt neuer Siedlungen mit Einfamilienhäusern auf der grünen Wiese sollte durch Aufstocken und Baulückenschluss in der Stadt Wohnraum geschaffen werden. Vor allem die ehemalige Trasse der B 66n bietet sich für den Bau preiswerter Wohnungen in Mehrfamilienhäusern an.
•         Um den Bedarf an Einfamilienhäusern zu decken, wäre eine Beratung für Witwer und Witwen, die allein in zu großen Häusern verblieben sind, sinnvoll, in Richtung Umbau oder Umzug.


Wir fordern die Bielefelder Politiker dringend auf, nachhaltig zu handeln, damit auch zukünftige Generationen noch eine Chance auf ein lebenswertes Bielefeld haben. //

 

 

BUND-Aktion: Regenwald statt Palmöl!

Palmöl ist das billigste und meistverwendete Pflanzenöl weltweit, ob in Lebensmitteln, für industrielle Anwendungen oder als „Biosprit“. Wegen der zunehmenden Nachfrage werden immer mehr neue Palmölplantagen angelegt. Dafür werden Regenwälder zerstört. Die Folge sind enorme CO2-Freisetzungen, schlimmste Menschenrechtsverletzungen und Artensterben, z.B. in Indonesien.

Am Aktionsstand des BUND auf dem Jahnplatz am Sa., den 27.08.2016 lernen die Bielefelder einen betroffenen Orang-Utan kennen, können ihr Wissen über den Landraub für Tütensuppen, Schokoriegel und Biosprit testen. Und sie erfahren, was man selber tun kann, zum Beispiel:

 

Zehn Bielefelder Bäche per Rad erkunden - Radtour am 12. Juni 2016

Der Johannisbach nahe am Köckerhof (kurz nach der Einmündung des Schwarzbachs)

Wir besuchen Johannisbach, Paderbach, Twellbach, Krebsbach, Hasbach, Schwarzbach, Beckendorfer Mühlenbach, Schlosshofbach, Gellershagener Bach und Sudbrackbach per Rad. Die 20 km lange Strecke führt durch Hoberge-Uerentrup, Pappelkrug, Großdornberg, Niederdornberg, Deppendorf, Babenhausen, Theeser Heide, Schildesche und Sudbrack zum Nordpark. Einkehr unterwegs im Hofcafé zur Müdehorst, Schröttinghausen. 

Im Nordpark beginnt um 15 Uhr das Radlerpicknick im Rahmen des Stadtradelns Bielefeld. Ihre Tourenkilometer können Sie beim Stadtradeln eintragen.

Bitte denken Sie an Trinkwasser, Verpflegung, Fahrradhelm und evt. Regenschutzkleidung.

Treffpunkt: 9.00 Uhr Parkplatz Tierpark Olderdissen
Gebühr: 5 € (Kinder die Hälfte)
Kontakt: Jens Jürgen Korff, jens.korff<at>bund.net, Tel. 0521/ 3043 6987
Anmeldung: Spontane Mitfahrer sind willkommen. Wenn Sie zu mehreren teilnehmen möchten, bitte ich wegen der Planung um vorherige Anmeldung (bis 11. 6., 15 Uhr). 

 

 

Bielefelder Bächetour am 12. Juni 2016: Bilder

Twellbachtal (von der Dornberger Straße)
Krebsbach
Schwarzbach nahe der Mündung in den Johannisbach
Beckendorfer Mühlenbach nahe der Mündung in den Schwarzbach
Schlosshofbach
Gellershagener Bach nahe der Mündung in den Schlosshofbach

Umweltschutz und Naturschutz in Ostwestfalen-Lippe

Aktuelle Meldungen und Stellungnahmen der Umwelt- und Naturschützer der Region zu Themen wie Nationalpark Teuto/Senne, Fracking, Agrarpolitik, Wasserrahmenrichtlinie, Energiewende, Vogelschutz, Bienen oder invasive Pflanzen  gibt es seit Sommer 2012 auf dem Weblog Umweltschutz und Naturschutz in OWL, den die BUND-Regionalgruppe Detmold betreibt.

Haben Sie Fragen zur Umwelt und Nachhaltigkeit?

Ende 2006 ist das Infonetz Umwelt und Nachhaltigkeit OWL online gegangen. Es beantwortet Tausende von Fragen - zu Themen von A wie "Abfall" bis Z wie "Zugereiste Tiere" - mit solide recherchierter Information und weiterführenden Links und Kontakten.

Baumpatenschaften, Baumkataster, Exkursionen zu Baumveteranen

Mehr dazu auf www.denkmalbaum.de

Baumschutz zum Selbermachen: www.bielefelder-bäume.de

So lange es keine Baumschutzsatzung in Bielefeld gibt und jeder Eigentümer stadtbildprägende Eichen, Linden, Kastanien usw. einfach fällen kann, müssen die Bürger ihre Bäume eben selber schützen.

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Für einen Nationalpark Senne-Eggegebirge

Mit Unterstützung des BUND Bielefeld setzt sich der Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge dafür ein, dass in dieser bundesweit einmaligen Naturlandschaft ein Nationalpark eingerichtet wird. Nur in Nationalparks kann die Natur wirksam großräumig geschützt und der Nachwelt erhalten werden.

Kreisgruppentreffen

Jeden ersten Donnerstag im Monat um 20.00 Uhr
im Umweltzentrum Bielefeld, August-Bebel-Str. 16-18

Quelle: http://bielefeld.bund.net/aktuell/